Behandelte Störungsbilder
Grundsätzlich können in unserer Praxis sämtliche Beeinträchtigungen der Stimme, des Sprechens und der Sprache behandelt werden. Einige Störungen, die bisher von uns behandelt wurden, sind hier aufgeführt.
- Sprachentwicklungsverzögerung: Zurückbleiben der normgerechten Sprachentwicklung in allen Sprachbereichen um mehr als sechs Monate. Hierbei sind die Aussprache, der Wortschatz und die grammatischen Fähigkeiten in gleichem Umfang verzögert.
- Sprachentwicklungsstörung: Beeinträchtigung der normgerechten Sprachentwicklung in einem oder mehreren Sprachbereichen in unterschiedlicher Ausprägung. Ursachen für eine Sprachentwicklungsstörungen können unterschiedlicher Natur sein.
- Dyslalie (Aussprachestörungen): Fehlbildung von Sprachlauten. Bestimmte Laute werden ausgelassen, durch andere Laute ersetzt oder motorisch falsch ausgeführt. Dyslalien können auftreten durch sprechmotorische Unsicherheiten (phonetische Störung) oder durch sprachsystematische Unsicherheiten (phonologische Störung).
- auditive Wahrnehmungsstörungen: Beeinträchtigungen der Hörverarbeitung. Das Hören von Tönen kann unauffällig sein. Die Schwierigkeiten können im Bereich der Unterscheidung von Lauten und der Merkspanne für Geräusche, Laute oder Wörter liegen.
- Myofunktionelle Therapie: Behandlung eines fehlerhaften Schluckmusters bei Kindern. Die Zunge drückt beim Schlucken in der Regel gegen die Zähne und verschiebt diese. Gleichzeitig erfolgt eine Behandlung der am Schlucken beteiligten Gesichtsmuskulatur und der gesamtkörperlichen Muskulatur.
- Stottern: Redeflussstörung mit unfreiwilligen Unterbrechungen des Sprechens durch hörbare oder stille Blockaden, Wiederholungen von Silben und Teilworten sowie Dehnungen. Oft können auch weitere Symptome wie Mitbewegungen von Körperpartien, Anspannungen, usw. auftreten.
- Poltern: Redeflussstörung mit überhasteter Sprechweise. Häufig begleitet von einer undeutlichen Aussprache, Lautumstellungen und Rhythmusunregelmäßigkeiten in Wörtern und Sätzen. Es können gleichzeitig Stottersymptome zu beobachten sein.
- Stimmstörungen: Beeinträchtigungen im Stimmklang durch unterschiedliche Ursachen, wie z.B.: falschen Stimmeinsatz oder organische Beeinträchtigungen.
- Aphasie: neurologisch bedingte Sprachstörung nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Tumorerkrankung. In der Regel sind das Sprachverständnis, die Sprachproduktion, das Lesen und Schreiben durch die Aphasie beeinträchtigt.
- Dysarthrie: neurologisch bedingte Sprechstörung bei Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Tumorerkrankung, Entzündungen oder neurologische Erkrankungen im Gehirn, wie. z.B.: Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Chorea Huntington, Amyotrophe Lateral Sklerose. Das Sprachverständnis, Lesen und Schreiben sind intakt.
- Sprechapraxie: Beeinträchtigung der willentlichen Planung von Sprechbewegungen, häufig im Rahmen einer Aphasie.
- Dysphagie (Schluckstörungen): Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme durch neurologische Erkrankungen, Unfall, Tumorerkrankung. Es kann zum Verschlucken von Nahrung, Flüssigkeiten oder Speichel kommen (Aspiration).
- Facialisparese: Lähmung der Gesichtsmuskulatur durch neurologische Erkrankungen oder Operationen.